Die Pfarrbüros im PV-Traunreut werden zentralisiert
Die Identifizierung der Kirchenmitglieder mit den Angeboten der katholischen Kirche ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig. Dies betrifft die Zahl der Besucher unserer Gottesdienste, die immer weniger werdenden hauptamtlichen Mitarbeiter wie Priester, Diakone, PastoralreferentInnen und GemeindereferentInnen und die Zahl der Ehrenamtlichen; es betrifft aber auch die finanziellen Einnahmen. Etliche Kirchenmitglieder sind in den letzten Jahren aus der Gemeinschaft der Kirche ausgetreten und viele, welche die Kirche vor Ort und ihre Werte noch hochgehalten haben, sind verstorben. Die Gründe für ein Abwenden von der Kirche sind vielfältig und haben ihren Ursprung auch in der sich immer schneller verändernden Gesellschaft.
Aus wirtschaftlichen Gründen und weil der Bedarf einer Anlaufstelle vor Ort nicht mehr in dem Umfang wie früher erforderlich ist, werden bereits seit Jahren in vielen Pfarrverbänden Büros zusammengelegt, um Verwaltung zu zentralisieren, Kosten zu senken und Synergieeffekte zu erzielen. So hat beispielsweise der Pfarrverband Obing bereits vor 30 Jahren seine Pfarrbüros zusammengelegt und auch in Truchtlaching und Seebruck wurden 2019 die Pfarrbüros in Seeon zentralisiert. Diese Entwicklung macht leider auch im Pfarrverband Traunreut nicht Halt.
Vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung innerhalb der katholischen Kirche werden die bisher vor Ort ansässigen Pfarrbüros in St. Georgen und Traunwalchen in diesem Jahr geschlossen. Der Unterhalt der großen Pfarrhäuser lässt sich auch nach Einschätzung der jeweiligen Kirchenverwaltungen nicht mehr finanzieren. Die Sekretärinnen aus St. Georgen, Frau Arnold, und aus Traunwalchen, Frau Dopler, werden in das bestehende Pfarrbüro in Traunreut integriert und die Arbeiten und Zuständigkeiten werden neu aufgeteilt. Neben wirtschaftlichen Vorteilen, die eine Zentralisierung der drei Pfarrbüros mit sich bringt, lässt sich die Zusammenarbeit zwischen den drei Pfarreien so auch effizienter gestalten. Besitzer der bisherigen Pfarrhäuser in St. Georgen und Traunwalchen ist das Ordinariat München. Die Kirchenstiftungen Traunwalchen und St. Georgen haben nach Rückgabe keinen Einfluss auf die weitere Verwendung dieser beiden Häuser. Leider gehört zur Wahrheit aber auch, dass durch den Wegfall der Pfarrbüros in St. Georgen und Traunwalchen eine Anlaufstelle im Ort wegfällt. Uns ist bewusst, dass den beiden Dorfgemeinschaften emotional etwas genommen wird. Im Gegenzug haben nun aber auch die Pfarrgemeindemitglieder aus St. Georgen und Traunwalchen den Vorteil, die ausgedehnteren Öffnungszeiten in Traunreut für ihre Anliegen nutzen zu können. Das Pfarrbüro in Traunwalchen konnte gehalten werden, so lange Pfarrer Datzmann noch im Pfarrhaus wohnte. In St. Georgen hat Pfarrer Wollmann aus eigenem Wunsch für Sommer 2026 seinen Weggang angekündigt. Der Umzug der Pfarrbüros ist für den Herbst 2026 geplant.
