Kräuterbuschensegnung an Mariä Himmelfahrt

Tradition am Fest Mariä Himmelfahrt

Am Vormittag dieses Festtages feiern wir Heilige Messen und segnen die Kräuterbuschen, die Sie mitgebracht haben.

Es ist eine alte Volksweisheit, dass die Natur Mitte August zum Höhepunkt ihrer Kräfte gelangt, bevor sie sich dann schon wieder allmählich auf den Herbst einstellt. Jetzt stehen die meisten Pflanzen voll im Saft und entfalten auch ihre stärkste Wirkkraft. Zum Fest Mariä Himmelfahrt erinnert die katholische Kirche an die legendäre Grabesöffnung Mariens. Doch die Apostel fanden keinen Leichnam, sondern Rosen und Lilien und vor dem Grab wuchsen die Lieblingskräuter der Gottesmutter.

Wer einen traditionellen Strauß binden möchte, der kann manches beachten. Die Zahl der Kräuter soll "magisch" sein, mindestens sieben Kräuter müssen die Bastler also sammeln. Aber auch neun (drei mal drei), zwölf (für die Apostel) oder gar 77 sind möglich. Nach der Segnung finden die Buschen ihren Platz im Haus, meist im sogenannten "Herrgottswinkel". Fast jede einzelne Pflanze hat eine bestimmte Bedeutung:

Die Mitte bilden Rose (Maria) und Lilie (Josef). Rosmarin soll zum guten Schlaf verhelfen, Salbei zu Wohlstand, Weisheit und Erfolg. Wermut verspricht Kraft, Mut und Schutz, Minze Gesundheit. Arnika schützt gegen Feuer und Hagel. Für Glück und Liebe steht die Kamille, Getreide für das tägliche Brot. Unseren Strauß schmücken außerdem Wilde Möhre, Basilikum und Spitzwegerich.

Genaueres ist zu erfahren unter: katholisch.de

Es ist ein alter Brauch, den getrockneten Strauß dann im Stall oder Haus in den Herrgottswinkel zu hängen oder aufzustellen. Die gesegneten Kräuter sollen Schutz und Heil für Mensch und Tier bringen.

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